Prof. Dr. Hans-Peter Busch Ärztlicher Direktor Brüderkrankenhaus Trier iSOFT Radiology
" Mit iSOFT Radiology konnten wir die Abläufe in der Radiologie optimieren und perfekt in den Workflow des Krankenhauses integrieren. "
Klinikum Mittelbaden
Gemeinsam mehr erreichen
Klinikum Mittelbaden realisiert Mehrhauskonzept mit iSOFT Laboratory
Am 1. Januar 2004 war es amtlich: die Stadtklinik Baden-Baden sowie die Kliniken und Pflegeeinrichtungen des Landkreises Rastatt fusionierten zur Klinikum Mittelbaden gGmbH. An acht Standorten mit über 1.000 Akutbetten, rund 750 Plätzen in Pflegeeinrichtungen sowie einer geriatrischen Rehabilitation betreuen nun insgesamt rund 2.600 Mitarbeiter jährlich ca. 40.000 Patienten und Pflegegäste.
Aus separat agierenden Einrichtungen entstand ein partnerschaftlicher Verbund. Die Gründe für diesen Schritt waren vielfältig. Zum einen sollte eine wirtschaftlich gesunde Basis geschaffen werden, um den Erhalt der Standorte langfristig zu sichern. Zum andern ist das Klinikum Mittelbaden nun in der Lage, dem Patienten effizient und flächendeckend ein optimales Leistungspaket zu bieten. Integrierte Versorgung, vom ambulanten medizinischen, therapeutischen und pflegerischen Angebot, über den stationären Aufenthalt bis hin zur rehabilitativen und pflegerischen Weiterbetreuung – und dies alles aus einer Hand – ist nun im Klinikum Mittelbaden in großer Vielfalt und Qualität möglich.
Standortübergreifende Arbeitsteiligkeit im ‚virtuellen Labor’ Erst im Oktober 2003 fiel die endgültige politische Entscheidung zum Zusammenschluss, doch schon im Vorfeld wurde dieser Schritt detailliert vorbereitet. Als zentrale Funktionseinheit wurde das Labor als Vorreiterprojekt ausgewählt und schon sehr früh in die Planungen einbezogen. Erklärtes Ziel war es, die hausübergreifende Arbeitsteiligkeit der bestehenden Labore bis zum Zeitpunkt der Fusion zu realisieren. Laborleiterin Heike Ullrich-Bunge erläutert die Ausgangssituation: „Die Bestandsaufnahme in den vier Laboren ergab ein sehr uneinheitliches Bild. In Rastatt und Bühl arbeitete man bereits mit LORENZO iSOFT Laboratory, jedoch in recht unterschiedlicher Ausprägung. In Baden-Baden war ein älteres Laborsystem von iSOFT im Einsatz und in Forbach griff man auf ein System von Roche zurück. Zudem wichen auch die Organisationsstrukturen, die eingesetzten Methoden und Geräte voneinander ab.“ Nach der Ist-Aufnahme fiel im Juli 2004 die endgültige Entscheidung, die Partnerschaft mit iSOFT fortzusetzen und an allen Laborstandorten LORENZO iSOFT Laboratory zu implementieren. „Aufgrund der langjährigen Zusammenarbeit sind wir von der Leistungsfähigkeit von Anbieter und Lösung gleichermaßen überzeugt. Ausschlaggebend war jedoch die Möglichkeit, mit LORENZO iSOFT Laboratory ein echtes Mehrhauskonzept umzusetzen“, erklärt Christian Krieger, stellvertretender EDV-Leiter, die Entscheidung.
Die Besonderheit der Installation im Klinikum Mittelbaden: Alle Laborarbeitsplätze an den vier Standorten sind an einen zentralen Server in Baden-Baden angeschlossen. Es gibt eine einheitliche Datenstruktur, das Problem der vielfachen internen Schnittstellen entfällt. In diesem ‚virtuellen Labor’ werden die räumlich getrennten Labore nicht als separate Mandanten gesehen, sondern die Probenbearbeitung kann standortübergreifend organisiert werden. Über eine 2 MBit Standleitung ist die optimale Performance gewährleistet.
Umfangreiche Vorbereitung Vor der Umstellung der Labore war eine umfangreiche Planung und Konzeption notwendig, die weit über den reinen Software-Einsatz hinausging. Die vier Labore wurden organisatorisch vereinheitlicht. Dies umfasste in erster Linie einheitliche Methoden, Geräte und Stammdaten. Ein Masterlabor wurde definiert und diente als Grundlage für die übrigen Standorte. Um den zügigen und reibungslosen Probenaustausch sicherzustellen, musste ein flexibles Transportsystem konzipiert werden. Auch die Personalplanung wurde überarbeitet. Die Umstrukturierungen sahen einen Wechsel zum Schichtsystem vor und beinhalteten erste Ansätze eines Rotationsverfahrens zwischen den verschiedenen Standorten.
Schrittweise Umstellung Ende September 2003 begann die Einführung des einheitlichen Systems. Im Wochenrhythmus wurden die Labore in Rastatt, Forbach und Bühl umgestellt, Mitte November folgte schließlich Baden-Baden. Die akribische konzeptionelle Arbeit und Vorbereitung der Mitarbeiter mit einem Testsystem blieben nicht ohne Wirkung. „Während der Umstellungsphase konnten wir den Normalbetrieb aufrechterhalten. Nach einer geringen Ausfallzeit konnten wir die Arbeit mit LORENZO iSOFT Laboratory wieder aufnehmen“. Gleichzeitig wurden in den Häusern Bühl, Forbach und Gernsbach die Blutzuckermessung vom Labor auf die Station verlagert. Dabei kam das POCT-System der Firma Abbott zum Einsatz, bei dem die Messwerte ebenfalls über LORENZO iSOFT Laboratory an das jeweilige KIS-System übergeben werden.
Ziele wurden erreicht Als Ergebnis verfügt man nun in Baden-Baden und Rastatt über 2 große leistungsfähige Labore sowie über 2 Notfalllabore in Bühl und Forbach. Über das ausgefeilte Mehrhauskonzept von LORENZO iSOFT Laboratory bilden die Labore eine organisatorische und technische Einheit. Dabei kommuniziert LORENZO iSOFT Laboratory an jedem der Standorte mit dem dort vorhandenen KIS-System. Zudem ist das Haus in Gernsbach, das über kein eigenes Labor verfügt, über eine Anbindung der Stationen in das Laborkonzept integriert.
Heike Ullrich-Bunge erläutert die Vorteile, die durch das Mehrhauskonzept erreicht wurden: „Die Arbeitsteiligkeit ermöglicht eine Schwerpunktbildung, die die Anschaffung moderner und größerer Geräte rentabel macht. Von dem erweiterten Leistungsspektrum und der schnelleren Versorgung profitieren vor allem die kleineren Häuser, was am Ende dem Patienten zugute kommt. Natürlich können wir unsere Leistung nun auch wirtschaftlicher erbringen, z. B. durch die Zentralisierung des Einkaufs. Außerdem verfügen wir über die Möglichkeit hausübergreifende Statistiken zu erstellen.“ Und Christian Krieger ergänzt: „Sowohl durch die technische Umsetzung mit einer Shadowserver-Lösung als auch durch die Tatsache, dass die Proben theoretisch an jedem beliebigen Laborstandort im Klinikum-Mittelbaden gGmbH abgearbeitet werden könnten, verfügen wir über eine echte Backup-Funktion und erreichen eine sehr hohe Ausfallsicherheit.“
Das erfolgreiche Mehrhauskonzept ist für Ullrich-Bunge und Krieger vor allem ein Ergebnis der engen und gemeinschaftlichen Zusammenarbeit aller Beteiligten. Das gemeinsame Fazit: „Die Mitarbeiter waren den Neuerungen von Anfang an sehr aufgeschlossen und haben mit hohem persönlichen Engagement mitgewirkt. Durch die professionelle Betreuung und Planung und die Termintreue von iSOFT konnten wir unseren straffen Plan gemeinsam konsequent umsetzen.“ Als weiterer Schritt steht derzeit die Umsetzung der Abrechnung der Laborleistungen von Wahlleistungspatienten mit LORENZO iSOFT Laboratory an.