" Mit dem integrierten ClinicCentre System läßt sich der Behandlungsprozess wirklich nahtlos abbilden. "
Krankenhaus Dritter Orden München
No Ris - no Future
Krankenhaus Dritter Orden realisiert die volldigitale Radiologie mit iSOFT
Das Krankenhaus Dritter Orden im Münchener Stadtteil Nymphenburg besteht bereits seit 1912. Schon damals nutzten die Ärzte fortschrittliche Methoden und den aktuellen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse, um ihre Patienten erfolgreich zu behandeln. Heute setzt das Krankenhaus auf modernste IT-Lösungen wie iSOFT Radiology von iSOFT, um sich für die künftigen Herausforderungen im Gesundheitswesen zu rüsten.
Seit etwa fünf Jahren ist PD Dr. Hermann Helmberger Chefarzt für Radiologie und Nuklearmedizin am Krankenhaus Dritter Orden in München. Für ihn ist eine präzise und sichere Diagnose ohne die neuen Technologien undenkbar. Gemeinsam mit dem Krankenhausmanagement verfolgte er deshalb von Anfang an das Ziel, die Röntgenabteilung zu digitalisieren. Es sollte jedoch keine Insellösung geschaffen werden – sondern ein krankenhausweites Netzwerk mit modernsten Modalitäten und IT-Systemen. Ende 2002 fiel die Entscheidung, in ein Radiologie-Informationssystem (RIS) zu investieren. Neun Monate später erhielt iSOFT den Auftrag, iSOFT Radiology zu implementieren und seit Juni 2004 läuft das System im Echtbetrieb. Das Klinikmanagement zeigt sich mit den Ergebnissen sehr zufrieden. Die Effizienz der Röntgenabteilung stieg deutlich. Ärzte und Patienten profitieren von kürzeren Wartezeiten und schnelleren Diagnosen.
Automatisch effizienter Bereits bei der Anmeldung erhält die Röntgenassistentin alle notwendigen Patientendaten in digitaler Form aus dem Krankenhaus-Informationssystem (KIS) und übermittelt den Röntgenauftrag mit nur einem Klick ins Radiologie-Informationssystem iSOFT Radiology. Dabei weist sie den Patienten einem Untersuchungsraum zu. Sobald sie den Auftrag bestätigt, erscheinen dessen Daten in der Arbeitsliste der entsprechenden Modalität. Soll zum Beispiel eine Lungenaufnahme gemacht werden, übermittelt das RIS die Daten an die Bedienkonsole des Röntgengeräts. Sämtliche spezifischen Einstellwerte werden sofort am Generator für die Aufnahme vorausgewählt und anschließend die Belichtungsdaten im digitalen Röntgenlogbuch von iSOFT Radiology dokumentiert. Hat die Assistentin den Auftrag im System quittiert, werden die digitalen Bilder direkt ins Picture Archiving and Communication System (PACS) von Philips geschickt, das mit iSOFT Radiology eng verbunden ist. Die Aufnahmen stehen dann jederzeit an Arbeitsplätzen für Schnittbildverfahren, Radiographie und Mammographie zur Verfügung. „Wir haben viele Möglichkeiten, um an die Bilder und Befunde zu kommen,“ schwärmt PD Dr. Helmberger. „RIS und PACS synchronisieren sich ständig, Befunde und Bilder sind miteinander verknüpft. Ich bevorzuge jedoch die Arbeit in iSOFT Radiology.“ iSOFT Radiology kommuniziert über eine HL7-Schnittstelle mit dem Krankenhaus-Informationssystem. So können Patientendaten abgeglichen und Leistungsdaten sowie Befunde rückübermittelt werden.Besonders stolz ist man im Krankenhaus Dritter Orden auf das kürzlich implementierte Order-Entry-Modul. Damit können die Schwestern auf Station ihre Patienten zu Untersuchungen in der Röntgenabteilung anmelden und einen Terminvorschlag abgeben. Ohne Zettelwirtschaft und zeitraubende Lauferei bestätigt die Röntgenabteilung innerhalb kürzester Zeit die Untersuchung.
Prozesse neu gestalten Eine besondere Herausforderung war für PD Dr. Helmberger, die Abläufe seiner Abteilung zu durchleuchten, um sie neu zu gestalten. Bei der Umsetzung seiner Ziele unterstützte ihn Gerhard Haufe – ein unabhängiger Projektplaner, der auf die Integration von IT-Systemen im Gesundheitswesen spezialisiert ist. Gerhard Haufe begleitete das Projekt von der Ist-Analyse bis zur Endabnahme und vermittelte zwischen allen Partnern – der Klinik, iSOFT, Philips als PACS- und Modalitätenhersteller sowie der GWI, die mit Orbis das angebundene Krankenhaus- Informationssystem stellt. So entstand eine integrierte Lösung, die voll und ganz die Wünsche und Anforderungen des Kunden erfüllt. Gerhard Haufe erklärt dazu: „Bei der Integration von ITSystemen sollte die Klinikleitung die Chance nutzen und Prozesse neu definieren. Es wäre ungeschickt, einfach nur die alten Arbeitsabläufe mit modernen Systemen nachzubilden.“ PD Dr. Helmberger ergriff diese Chance zum Neuanfang. Er und die neun Assistenz- und Oberärzte der Abteilung befunden heute an hochauflösenden Monitoren und diktieren die Befunde mit einem integrierten digitalen Sprachsystem. Dabei haben die Ärzte die Wahl: Sie können ein digitales Diktat erstellen, das von einer Schreibkraft abgehört und in den PC getippt wird. Oder sie nutzen die Funktionalität der automatischen Spracherkennung. Von dieser Option wird bisher vorwiegend im Nacht- oder Wochenenddienst Gebrauch gemacht. Das langfristige Ziel ist jedoch, Schreibkräfte einzusparen. iSOFT Radiology unterstützt die hierarchische Freigabe aller Befunde. Das heißt, Privatpatienten werden vom Chefarzt befundet. Befunde von Assistenzärzten müssen vor der endgültigen Freigabe von einem Oberarzt bestätigt werden. Pro Arbeitstag diagnostiziert das Team um PD Dr. Helmberger so bis zu 220 Patienten. „Die Anforderung an ein modernes Radiologie-Informationssystem ist ganz klar. Es muss einen durchgängigen Workflow von der Anmeldung über die Untersuchung bis zur Station und in den OP gewährleisten,“ erklärt der Chefarzt für Radiologie.
Durchgängiger Workflow Benötigen die Ärzte bei der Visite Röntgenbilder am Bett des Patienten, holen sie sich diese vom Stations-PC auf ein Notebook. In den Operationssälen sind heute Flachbildschirme installiert, wo früher der Röntgenfilmschaukasten war. Für die tägliche Filmdemo, bei der der Radiologe den Klinikern die neuesten Fälle vorstellt, sind im Besprechungsraum zwei Beamer installiert. Die Aufnahmen werden großflächig auf zwei Leinwände projeziert. Um eine derart komplexe IT-Lösung erfolgreich zu implementieren, ist eine qualifizierte Unterstützung durch den RIS-Anbieter während der Einführungsphase unabdingbar. Das Schulungskonzept von iSOFT überzeugte PD Dr. Helmberger und Gerhard Haufe von Anfang an. Die neun Radiologen und 15 Assistentinnen der Röntgenabteilung wurden in Gruppen eingeteilt und nacheinander in der Unternehmenszentrale in Mannheim geschult. Der Oberarzt Dr. Ralph Graber erhielt als Systemadministrator eine besonders intensive Schulung. Zwei der Assistentinnen mit einem besonderen Faible für IT bildete iSOFT zu Primäranwendern aus. Sie betreuen ihre Kolleginnen und Kollegen aus der Abteilung und von den Stationen bei anwendungstechnischen Fragen. Akzeptanzprobleme der neuen Technologie gab es in Nymphenburg nie. Ganz im Gegenteil – die Mitarbeiter empfinden den Umgang mit dem System als Herausforderung, die ihre Tätigkeit aufwertet. Zur vorher verwendeten selbstprogrammierten Eigenlösung will niemand mehr zurückkehren. Und PD Dr. Helmberger denkt bereits über seinen nächsten Schritt nach. Ein Webportal soll Zuweisern und Belegärzten den Zugang zu Bildern und Befunden ihrer Patienten bieten.