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Brüderkrankenhaus Trier
Trier -Tradition und Technik

In unmittelbarer Nähe des ältesten Gebäudes Deutschlands – der Porta Nigra – befindet sich in Trier das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder von Maria-Hilf. Bereits 1853 wurde dort von der Ordensgemeinschaft Peter Friedhofens im Bantusspitälchen die erste Ambulanz eingerichtet. Heute verfügt sie über eines der modernsten Krankenhäuser Deutschlands. Die Geschäftsführung verwendet neueste Managementwerkzeuge, um das Haus effizient und profitabel zu führen. Dazu wurden Kompetenzzentren gegründet, die eigene Profitcenter darstellen. Trotz des allgegenwärtigen Kostendrucks im deutschen Gesundheitswesen ist die Menschlichkeit im Umgang mit Patienten und Mitarbeitern das tragende Element des Klinikbetriebs.

Das Kompetenzzentrum für Radiologie, Sonographie und Nuklearmedizin leitet ärztlich Prof. Dr. med. Dipl. Phys. Hans-Peter Busch. Gleichzeitig hat der Arzt und Naturwissenschaftler die Funktion des Ärztlichen Direktors innerhalb des Krankenhausmanagements inne. Bei der Organisation seiner Abteilung setzte er von Anfang an auf standardisierte Prozesse sowie eine ständige Kosten- und Leistungstransparenz.

„Im Zeitalter der DRGs muss die Behandlung im Krankenhaus zeitoptimiert ablaufen. Die Forderung nach mehr Effizienz lässt sich gut durch schlanke Prozesse realisieren", berichtet Professor Hans-Peter Busch, der die Radiologie im Trierer Brüderkrankenhaus (557 Betten) bereits seit mehr als zehn Jahren mit Hilfe eines Radiologieinformationssystems (RIS) steuert. In iSOFT Radiology werden Termine geplant, Aufträge erfasst, Untersuchungen dokumentiert, Befunde freigegeben und die Leistungen abgerechnet.

Mehr Effizienz durch schlanke Prozesse
Das moderne Abteilungsmanagementsystem des Anbieters iSOFT stellt zudem alle wichtigen Statistikwerkzeuge zur Verfügung, die der Chefarzt benötigt, um seine Abteilung effizient zu führen. So weiß Prof. Hans-Peter Busch auf Knopfdruck, wie hoch der Auslastungsgrad seiner Modalitäten ist; sprich, an welchen Tagen und zu welcher Uhrzeit er und seine Mitarbeiter besonders viele Fälle abarbeiten müssen. Nur wer weiß, wo er gerade steht, hat eine Aussicht sein Ziel zu erreichen, lautet seine Philosophie.

Dabei ist ihm sehr wichtig, dass er in seinem Kompetenzzentrum keine Insellösung schafft, sondern alle Klinikabteilungen von seiner Systemlösung profitieren. So wurde das Radiologieinformationssystem durch ein PACS (Picture Archiving and Communication System) ergänzt. Das heißt, alle Patientenbilder, die seine Mitarbeiter und Kollegen an den modernen Untersuchungsgeräten erzeugen, werden digital archiviert. Die Ärzte befunden die Aufnahmen an dedizierten Workstations mit hoch auflösenden Monitoren und diktieren die Befunde teilweise in einem System mit einer Online-Spracherkennung. Dabei ist es für den einzelnen Radiologen unerheblich, an welcher der 17 Befundworkstations er sich gerade befindet. Verwendet er seinen persönlichen Log-In, stehen ihm Arbeitsliste und persönlicher Sprachwortschatz überall zur Verfügung.

Bild und Befund bilden eine Einheit und sind nach der Freigabe durch den Radiologen klinikweit verfügbar. Die Bilddaten speichert das PACS in einem 4 Terabyte großen RAID (Redundant Array of Inexpensive Disks), wobei 2 Terabyte für das Kurzzeitarchiv und 2 Terabyte für die Langzeitspeicherung dynamisch mitwachsend vorgesehen sind.

iSOFT Radiology kommuniziert über eine DICOM Standardschnittstelle bidirektional mit dem PACS (Digital Imaging and Communications in Medicine) sowie über eine HL-7 Standardschnittstelle (Health Level 7) mit dem Krankenhausinformationssystem.

Bidirektionale Kommunikation von RIS und PACS
Das Order-Entry-Modul wird in Zukunft ermöglichen, von der Bettenstation aus eine elektronische Untersuchungsanforderung an die Röntgenabteilung zu senden. Die Assistentin öffnet an der Anmeldung die Anfrage und terminiert die Untersuchung. Dabei werden per DICOM-Worklist die Patientendaten sowie die gewünschte Untersuchung direkt an die Modalität gesendet. Öffnet die jeweilige MTRA in ihrer Arbeitsliste den Auftrag, so stellt sich das Röntgensystem automatisch auf die optimalen Aufnahmewerte ein. Doppeltes Eingeben von Patientendaten sowie die Auswahl von Aufnahmeparametern an der Gerätebedienkonsole gehören der Vergangenheit an.

„Die tiefe Integration der Softwarelösungen hat uns dabei geholfen, die durchschnittliche Verweildauer im Trierer Brüderkrankenhaus auf nur 6,5 Tage zu senken. Das liegt deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt von 8,9 Tagen im Jahr 2003", erzählt Professor Hans-Peter Busch und freut sich sichtlich über den Erfolg seiner Strategie.

Bei der Prozessoptimierung zerlegte der Radiologe alle Arbeitsabläufe seiner Abteilung in kleine Teilprozesse und überprüfte jeden Teilprozess auf dessen Notwendigkeit, mit dem Ziel, die Zeitdauer aller Arbeitsabläufe zu minimieren. Dabei konnte keine Rücksicht darauf genommen werden, ob sich einzelne Schritte – wie z. B. das digitale Diktieren der Befunde mit gleichzeitiger online Korrektur durch den Arzt – verlängerten, wenn dadurch der Gesamtablauf verkürzt werden konnte.

„Die Einführung von Fallpauschalen ist mit Sicherheit nicht der letzte Schritt zur Kostendämpfung im Gesundheitswesen. Weitere Schritte werden folgen", prognostiziert der Ärztliche Direktor des Ordenskrankenhauses. „Das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Trier ist für den Wettbewerb gut gewappnet. Die iSOFT Lösung iSOFT Radiology hat sich schon mehrfach bezahlt gemacht."

Der langjährige Vorsprung durch Effizienz ermöglicht es dem Klinikmanagement, auch die technische Ausrüstung der Klinik stets auf dem neuesten Stand zu halten. Seit September 2005 verfügt das Krankenhaus im neuen Zentrum für Notaufnahme über einen 64-zeiligen Computertomographen; einen der ersten zehn in Deutschland. Auch andere Untersuchungsgeräte des Zentrums für Radiologie, Sonographie und Nuklearmedizin sind auf dem neuesten Stand, ob Kernspintomographen, Ultraschallsysteme oder digitale Flachdetektoren.

Die Modernisierung des Gesundheitswesens geht weiter
„Es gibt ja nicht nur die DRGs, sondern auch das Gesundheitsmodernisierungsgesetz (GMG), das es uns seit dem 1. Januar 2004 ermöglicht, einzelne Leistungen zu einem mit den Krankenkassen ausgehandelten Tarif (Modell der Integrierten Versorgung) abzurechnen. Wer hier nicht wettbewerbsfähig ist, hat schon verloren", beschreibt Prof. Hans-Peter Busch die prekäre Situation im Gesundheitswesen.

Fallpauschalierte Abrechnungen machen die Kostenstrukturen im Krankenhaus transparent. Zudem zeigt die Entwicklung bereits heute, dass der Patient künftig noch besser informiert und selbstbewusster den Ärzten gegenübersteht. Er möchte definierte Leistungen bei hoher Qualität kostengünstig einkaufen. Für gleichen Preis wird gleiche Leistung verlangt.

Expertensysteme, wie iSOFT Radiology, unterstützen mit ihren zahlreichen Auswertefunktionen das Klinikmanagement bei der effizienten Führung vonAbteilungen. Die zuweisenden Kollegen, die Professor Hans-Peter Busch nach und nach in das vollkommen digitale Konzept einbezog, reagieren sehr positiv auf die moderne Entwicklung des Trierer Brüderkrankenhauses. Nach dem Aufenthalt in der Klinik kann jeder Patient eine CD mit seinen persönlichen Untersuchungsergebnissen erhalten, die dieser seinem Hausarzt überreicht. Um die hohe Nachfrage nach Patienten CDs oder das Digitalisieren mitgebrachter Röntgenaufnahmen befriedigen zu können, schuf der ärztliche Leiter des Kompetenzzentrums eigens ein ,Servicezentrum Radiologie’. Hier werden kundenorientiert Anfragen von externen und internen Kollegen bzw. Patienten an die Röntgenabteilung erledigt. Es werden mitgebrachte Röntgenaufnahmen eingescannt, Patienten CDs erstellt und Dokumente ausgedruckt.

Im Brüderkrankenhaus Trier haben Professor Hans-Peter Busch und sein Team mit Hilfe der iSOFT Lösung alle Kosten seines Kompetenzzentrums unter Kontrolle. Auf Knopfdruck sind alle wichtigen Daten der jährlich ca. 25.000 stationären und 80.000 ambulanten Fälle verfügbar. Standardisierte kurze Prozesse sparen Geld und schaffen den Mitarbeitern mehr Freiraum für die anspruchsvolle Betreuung kranker, alter oder benachteiligter Patienten. Der Ordensauftrag der Barmherzigen Brüder von Maria-Hilf zum Dienst am Nächsten wird so Tag für Tag erfüllt. Modernste Technologie hilft traditionelle Werte zu wahren.

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