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Klinikum Lüdenscheid
Service-Center Radiologie

Das Klinikum Lüdenscheid ist als Haus der Maximalversorgung Teil des Krankenhausverbunds der Märkischen Kliniken GmbH. Mit etwa 960 Betten, 28 medizinischen Kliniken und Instituten und über 2100 Beschäftigten ist es das größte Krankenhaus im südwestfälischen Raum. Privatdozent Dr. med. Heiko Alfke ist seit Januar 2005 Direktor der Klinik für Radiologie. Die erste Aufgabe, mit der er vom Klinikmanagement betraut wurde, war die Digitalisierung der Abteilung mit dem Ziel die Arbeitsprozesse zu straffen und zur Verkürzung der Patientenliegezeit beizutragen.

Bei der Einführung moderner IT-Strukturen legte Klinikdirektor PD Dr. med. Heiko Alfke ein besonderes Augenmerk auf die Funktionalität des RIS (Radiologieinformationssystem) als PACS steuerndes System. Beim PACS (Picture Archiving and Communication System) waren hingegen neben dem Datensicherungskonzept und der vorhanden Installationsbasis mehr weiche Faktoren wie die Bedienbarkeit, Bedienoberfläche – das so genannte ,look & feel’ – und die Lizensierungspolitik für die 3D-Tools kaufentscheidend. Die konsequente Workfloworientierung des iSOFT Radiolology, der RIS Lösung von iSOFT, überzeugte den Klinikdirektor von Anfang an. „Der Wechsel von der konventionellen Arbeitsweise zur Digitaltechnik erfordert eine Restrukturierung der Abteilung, das zeigt auch die Erfahrung meiner Kollegen, die diesen Schritt in anderen Häusern schon vollzogen haben. Das neue System steuert heute unseren kompletten Abteilungsworkflow und erlaubt uns, jederzeit neue Arbeitsabläufe zu gestalten und mit der IT abzubilden,“ beschreibt der Radiologe die Vorzüge des von ihm gewählten Systems. So benutzt er das Radiologieinformationssystem als Managementinstrument, um die radiologischen Prozesse den neuen Anforderungen der digitalen Radiographie anzupassen. Für die Krankenhausleitung stellt dies gleichzeitig die Basis für weitere Investitionen in Informationssysteme dar und somit die konsequente Ausrichtung auf ein IT-basiertes Klinikmanagement.

Exakte Dokumentation schafft Transparenz
In konventionell arbeitenden Abteilungen rechnen Radiologen mit einer Verlustleistung von etwa 20%; d.h., jede fünfte Aufnahme wird nicht korrekt dokumentiert und befundet oder geht sogar ganz verloren. Mit iSOFT Radiolology ist für Dr. Alfke heute jederzeit nachvollziehbar, welche MTA das Bild erstellt und welcher Facharzt den Befund freigegeben hat. Diese Informationen bilden für ihn die Grundlage für ein modernes Qualitätsmanagementsystem. Dr.med. Heiko Alfke: „Nur, wenn ich weiß, wo Schwierigkeiten auftreten, kann ich der Ursache auf den Grund gehen und das Problem lösen.“ So nutzt der Direktor der Klinik für Radiologie die zahlreichen Statistikwerkzeuge des Radiologieinformationssystems regelmäßig, um sich über die Situation der Abteilung zu informieren. Die Anzahl der offenen Befunde und Untersuchungen oder Befunde, die noch nicht freigegeben sind, interessieren ihn besonders. Mit der Digitalisierung gelang es dem Klinikdirektor die ,Time-to-Report’ drastisch zu verkürzen. Während es in analogen Abteilungen häufig noch zwei bis drei Tage dauert bis ein Befund fertig gestellt ist, schaffen die Lüdenscheider Radiologen dies in weniger als 24 Stunden. Angesichts des hohen Nutzens begrüßt Dr. Alfke auch die weitere Optimierung des Statistiktools. So wird iSOFT in Kürze für wiederkehrende Fragestellungen und Standardvorbelegungen grafische Auswertungen zur Verfügung stellen.

Die Einführung eines modernen Bild- und Befundmanagements steigerte im Klinikum Lüdenscheid jedoch nicht nur die Qualität und Effizienz der Radiologie, sondern verschaffte ihr einen ganz neuen Stellenwert. Eine klinikinterne Zuweiserbefragung, die Dr. Heiko Alfke kurz nach der Übernahme der Leitung der Klinik für Radiologie durchführte, zeigte eindeutig, dass viele der Krankenhausmitarbeiter in den Leistungen der Radiologie Optimierungspotenzial sahen. Die Befunde dauerten zu lange, der Status von Terminanforderungen war nicht transparent, die Kliniker mussten ständig telefonisch nachfragen, wie es weitergeht und die Bilder waren nie da, wo die Ärzte sie benötigen. Mit iSOFT Radiolology und der PACS Installation löste der Klinikdirektor die Probleme quasi über Nacht. Alle Arbeitsschritte sind heute transparent und Bild- und Befund oftmals innerhalb einer Stunde nach der Untersuchung krankenhausweit verfügbar.

Zentrale Terminplanung schafft Patientenorientierung
Ein wesentlicher Baustein der Restrukturierung war für Dr. Heiko Alfke eine zentrale Terminplanung. Er schuf ein ,Service-Center Radiologie’, das den Klinikern unmittelbar nach der Anforderung freie Termine mitteilt und eine patientenorientierte Zeitplanung ermöglicht. „Auf Bild und Befund können die Stationsärzte inzwischen krankenhausweit zugreifen und die Informationen in die Entlassungsschreiben übernehmen. Die zentrale Terminplanung entlastet ebenfalls die MTAs an den Untersuchungsgeräten,“ beschreibt der Direktor der Klinik für Radiologie die neue Arbeitsweise. Früher waren die Assistentinnen und Assistenten selbst verantwortlich für die Terminvergabe an den unterschiedlichen Modalitäten und gaben telefonisch Auskunft, ob ein Patient bereits untersucht wurde oder noch wartet. Das hemmte den Arbeitsablauf enorm. Heute klingelt an den radiologischen Arbeitsplätzen kaum mehr ein Telefon. Alle Patientendaten werden im KIS aufgenommen und bei einer Röntgenanforderung über eine HL7-Schnittstelle an das RIS übertragen. Bei einer Terminierung sendet die Assistentin den Patientendatensatz direkt an die Bedienkonsole der Modalität. Nach der Untersuchung schicken die MTAs die Bilder ins PACS und ein Autoroutingmechanismus leitet sie weiter in die Arbeitsliste der befundenden Radiologen. Im RIS kann dann jeder sehen, welcher Status dem Patienten zugeordnet und wie weit die Diagnostik vorangeschritten ist.

Der Radiologe als Mensch ist stark bildbehaftet und arbeitet bei der Suche nach Patientendaten auch gerne im PACS. „Oft weiß ich nicht, wie die Patienten heißen, kann mich aber gut an deren Aufnahmen erinnern,“ erzählt Dr. Heiko Alfke und fährt fort: „Das PACS ist das Arbeitsfeld des Radiologen. Es muss intuitiv zu bedienen sein, es muss gefallen und eng gekoppelt sein mit dem RIS. Deshalb entschieden wir uns für iSOFT und Sectra.“ Für diese Partnerschaft spricht ebenfalls die Vielzahl an gemeinsamen Installationen im europäischen Raum sowie die hohe Kompetenz der Mitarbeiter, denen Dr. Heiko Alfke die Projektleitung für die Implementierung der RIS /PACS-Lösung übertrug. Der Zeitplan war straff. Doch das Team machte es möglich, die RIS/PACS Komplettlösung in nur sechs Wochen in Betrieb zu nehmen. Die Techniker schafften es alle Modalitäten – zwei CTs, einen MR, zwei Angiosysteme und mehrere Speicherfoliengeräte – in nur 48 Stunden ans Netz zu bringen. Der RIS-Betrieb startete mit dem Leistungskatalog eines vergleichbaren Krankenhauses, den die Mitarbeiter jedoch innerhalb weniger Tage an die eigenen Anforderungen anpassten.

Automatisierung schafft freie Ressourcen
Für die Befundschreibung stehen den Radiologen in Lüdenscheid mehrere Varianten zur Verfügung. „Standardbefunde erstellen wir mit Hilfe von Textbausteinen, das geht am schnellsten und der Befund ist in weniger als einer Stunde nach der Untersuchung freigegeben. Eine individuellere Befundgestaltung ermöglicht das System mit integrierten Online-Spracherkennung, das meist in der Thorax-, Skelett- oder Schnittbildbefundung zum Einsatz kommt. Sind viele Notfälle abzuarbeiten, setzen meine Kollegen und ich auf das Digitale Diktat,“ begründet Dr. Heiko Alfke die umfangreichen Möglichkeiten für die Befundschreibung. Die Anzahl der zu tippenden Diktate ging binnen Jahresfrist von etwa 200 auf nur mehr etwa 30 pro Tag zurück. Die freien Personalressourcen setzt er heute im ,Service-Center Radiologie’ ein. Zur Märkischen Klinik GmbH gehören auch die beiden Akutkrankenhäuser ,Stadtklinik Werdohl’ und ,Marienhospital Letmathe’ für die Dr. Heiko Alfke eine teleradiologische Betreuung sicherstellt. Beide Häuser senden die Röntgenaufnahmen sowie die Schnittbilder zur Befundung ins Klinikum Lüdenscheid. Sobald in allen Häusern die Vorraussetzungen für die Einführung eines so genannten Master-Patient-Index – einer einheitlichen Patientenidentifikation – erfüllt sind, können auch die Ärzte in Letmathe und Werdohl online die Vorzüge des digitalen Bild- und Befundmanagements nutzen und auf die zentrale Datenbank zugreifen.

Was die Informationstechnologie betrifft sind am Klinikum Lüdenscheid die nächsten Projekte bereits definiert. Die RIS/PACS-Anbindung der Abteilungen für Urologie und Nuklearmedizin steht unmittelbar bevor, genauso wie die klinikweite Nutzung der Order Entry-Funktionalität. Mit dem Service-Center Radiologie und der Einführung einer RIS/PACS-Lösung trug PD. Dr. med. Heiko Alfke wesentlich zur Effizienzsteigerung des Klinikums Lüdenscheid bei. Durch die Digitalisierung des gesamten Bild- und Befundprozesses entwickelte sich die Klinik für Radiologie zum perfekten Dienstleistungszentrum. Diesem Vorbild werden weitere Abteilungen rasch folgen, das hat das Klinikmanagement bereits beschlossen.

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